Förderverein Großes Moor e.V.
 

Von Muskelkraft über Dampf zum Diesel

 

Über 200 Jahre gab es die verschiedensten Abbaumethoden nebeneinander.
Ein Stück Torf wurde von Hand gestochen (Abb. 2) und auf ein Brett gesetzt. Dieses wurde solange durchgeführt, bis das Brett komplett belegt war. Anschließend wurde es aus der Grube gehoben und der Torf zum Trocknen abgelegt. Die Torfstecher (Abb. 3) waren von der harten Arbeit gezeichnet.

 

 


1872 entstand im Großen Moor bei Gifhorn der älteste industrielle Torfabbau Niedersachsens. 1873 wurde die Norddeutsche Torfmoorgesellschaft Triangel gegründet. 1876 erfolgte in Triangel eine Torfmaschinenausstellung, bei der Torfgewinnungsmethoden getestet wurden. Mit Dampf und Diesel angetriebene Maschinen erleichterten die Arbeit. Förderbänder, Torfpressen und Ablagebänder kamen zum Einsatz. Der Torf musste trotzdem weiterhin mit der Hand gestochen werden, aber das Förderband erleichterte den Transport. Zudem konnte der Torf maschinell gepresst und abgelegt werden. Die schwere Dampfmaschine (Abb. 4) stand auf zwei Gleisen, sodass eine Fortführung der Maschine durch Neuverlegung der Gleise möglich war. 


Abb. 5 zeigt eine komplette Mannschaft. Es gab auch Förderbänder, auf denen Stege zur Ablage von einzelnen Torfsoden montiert waren (Abb. 6).



 

Die Torfgewinnung erfolgt seit etwa 1980 mit Raupenfahrzeugen (Abb. 7) und Baggern. Der Torf wird geeggt und zum Trocknen auf Halden (Abb. 8) zusammengeschoben.

 

 



Kurzfilm: "Torfabbau von Hand" - im Großen Moor bei Gifhorn


Heute: Torf als Beigabe im Gartenbau